Individuelle Trageberatung

Sie möchten Ihr Baby sicher und bequem in einem Tragetuch oder in einer Tragehilfe tragen, aber Sie sind unschlüssig, welche Trage für Sie perfekt ist? Das Ziel einer individuellen Trageberatung ist es, gemeinsam die für Sie passende Tragehilfe oder Bindeweise zu finden, mit der Ihnen das Tragen Freude bereitet.


Ablauf einer Trageberatung

Damit die Beratung für euch in gewohnter Umgebung stattfinden kann, komme ich zur Beratung zu Ihnen nach Hause. Dies gibt Ihnen auch die Möglichkeit, sich während des Beratungszeitraums unbehindert um Ihr Kind zu kümmern. An erster Stelle steht immer das Wohlergehen von Ihnen und Ihrem Kind.

Es ist mir ein Anliegen, Sie zu informieren, wie schön es für Ihr Kind eigentlich ist, getragen zu werden und welche positiven Effekte das Tragen auf Babys und Kleinkinder ausübt.

Nach einem therotischen Teil, gehen wir anschließend direkt zur Praxis über. Ich bringe verschiedene von mir bereits getestete und empfehlenswerte Tragetücher sowie wunderbare Tragehilfen von verschiedenen Herstellern mit. Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes und Ihnen, können wir gemeinsam herausfinden, welche Variante für Euch am besten ist. Zunächst üben wir an meinen mitgebrachten Tragepuppen, solange bis die Anwendung sitzt. Erst dann, wenn Sie sich sicher fühlen, versuchen wir es mit Ihrem Baby.

Im Anschluss zur Trageberatung erhalten Sie ein von mir selbst gedrehtes professionelles Video von der von Ihnen während der Trageberatung bevorzugten Trageweise. Damit könne Sie bei Unklarheiten jederzeit dort nachschauen. Gerne können wir zur Veranschaulichung weiterer Tragetechniken und Handhabungen eine gemeinsame Folgeberatung vereinbaren.

 

 Kosten

  • Eine Trageberatung kostet 60€ pro Stunde, für jede weitere halbe Stunde 15€, zzgl. 0,45€ pro Kilometer
  • Folgeberatungen kosten 39,90€ pro Stunde und für jede weitere halbe Stunde 15€, zzgl. 0,45€ pro Kilometer

Warum Tragen?

Menschenbays sind von Natur aus Traglinge und profitieren davon, wenn sie von ihren Eltern getragen werden.

Ein neugeborenes Baby ist direkt nach der Geburt in dem Glauben, alles sei wie vor zehntausenden von Jahren. Es weiß noch nicht und kann dieses Wissen auch noch nicht erlangt haben, dass seine Höhle – in der Neuzeit: Haus – mit Sicherheit und Komfort aufwartet, dass seine Eltern jedes erdenkliche Produkt im Supermarkt kaufen können und man es obendrein auf dem Weg dahin nicht am Körper getragen hat, sondern in liegender Position in einer Plastikschale. Babys werden grundsätzlich von Ihren Instinkten geleitet. Diese Instinkte sind unverändert seit den Urzeiten vorhanden. Das wiederum bedeutet für das Baby, sobald es vom Körper der Mutter, des Vaters oder anderen vertrauten Personen abgelegt wird, dass es sich fürchtet, ob möglicherweise ein Tier kommen wird und es seiner gewohnten Umgebung entreißt oder ob es womöglich von der aufbrechenden Familie vergessen wird? Für Babys beginnt gedanklich unmittelbar nach der Geburt ein Kampf um Leben oder Tod. Für Baby existieren kein Mittendrin. Es herrscht entweder Krieg oder Frieden, es passiert Glück oder Unglück. Ist man also dabei sein Baby zur Entlastung oder aus anderen ähnlichen Beweggründen abzulegen, wird es nach kurzer Zeit anfangen eine Möglichkeit zu suchen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Wie Sie aus meinen Ausführungen vielleicht entnehmen konnten, stellt dies alles einen ganz natürlichen Prozess dar. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen die wunderbare Möglichkeit zum Tragen näherbringen und Ihnen zeigen, welche Vorteile das Tragen mit sich bringen kann.

Kann ich Mein Baby zu stark verwöhnen?

Ein ganz klares Nein. Ein Baby kann man in jeder Hinsicht nicht verwöhnen. Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Körperkontakt kann man einem Baby nie zu viel geben. Im Gegenteil, sie profitieren davon.

Wer sich ein wenig mit der Evolution beschäftigt, dem wird schnell klar, dass es sich um Hilfsbedürftige kleine Menschen handelt, eben physiologische Frühgeburten. Ein Baby besitzt nicht die Fähigkeit, um sich in Wort und Schrift auszudrücken. Wer die Handlungen und das Verhalten seines Babys aber bewusst wahrnimmt, kann schon vor seinem Weinen, dessen Bedürfnisse frühzeitig erkennen. Dadurch wird die Entwicklung Ihres Kindes durch Sie gefordert. Hinzukommend wird die Entstehung von Stress vermieden und dem entgegengewirkt, sodass das Baby sein URVERTRAUEN nicht verliert.

Doch woher kommt die Angst, sein Baby zu verwöhnen? Tatsächlich kommt diese Idee historisch aus dem dritten Reich. Hinter dieser Erziehung stand ein klares machtpolitisches Anliegen: Gehorsamkeit, Abhärtung, Unterwürfigkeit, mit dem Ziel, gute Soldaten zu erziehen, die nichts hinterfragen.

Für Eltern war schon zu den Urzeiten eine normale Sache, auf das Weinen und Schreien eines Babys, ohne zu zögern zu reagieren. So hat man zu dieser Zeit versucht zu verhindern, dass ein potenzieller Feind die Familie bemerkt. Das Ablegen eines Babys wäre zu Urzeiten sowieso in jedem Fall das Todesurteil gewesen. Diese Instinkte von damals bis zur heutigen Zeit nicht geändert. Nähe ist und bleibt ein Grundbedürfnis und ist hinsichtlich der Wichtigkeit auf einer Stufe mit der Nahrungsaufnahme zu sehen.  

Wer also behauptet, man verwöhne sein Baby durch das Tragen, nimmt an, dass sein Kind keine Bedürfnisse hat. Unabhängig davon, dass man sein Baby grundsätzlich nicht verwöhnen kann, wird das Verwöhnen bei uns Erwachsenen als ein positives Erlebnis gewertet (z.B. Massagen, Sport, Sauna, Urlaub).

Verwöhnen

  • Stellen Sie sich vor, Sie kochen Ihrem Partner nichts mehr zu Essen, aus der Angst, er gewöhnt sich daran.
  • Oder Sie umarmen Ihre Freunde nicht mehr, wenn es Ihnen schlecht geht, aus der Angst, Sie müssen sie immer umarmen.
  • Sie küssen Ihren Partner nicht mehr, aus der Angst, dass er sich an die vielen Küsse gewöhnt.

Ich könnte noch viele weitere Vergleiche aufzählen, aber ich denke man versteht meine Gedanken.

Quelle: Trageschule Hamburg/Wien – Ausbildungsmanuskript Grundkurs 1 & Grundkurs 2

 

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